debitel Ideenwerkstatt 2008 vergibt Geldpreise von rund 30.000 Euro

In der Kombination von Mobilfunk und Internet liegen große Potenziale für den Mobilfunk-Fachhandel. Um sie zu erschließen, bedarf es einer neuen Marke – das findet zumindest der Mosbacher Fachhändler Norman Honke. Mit seinem Konzept für den Aufbau einer reinen Mobildaten-Marke gewann er jetzt den mit 10.000 Euro dotierten ersten Preis bei der „debitel Ideenwerkstatt 2008“. Insgesamt 218 Händler hatten an dem Wettbewerb teilgenommen. Jetzt hat die hochkarätig besetzte Jury über die Vergabe der Geldpreise im Gesamtwert von rund 30.000 Euro entschieden.

„Ein im Detail durchdachtes Vermarktungskonzept“, lobt Jens Lange, Jurymitglied und Key Account Manager bei Vodafone, den Siegerbeitrag. „Vom Brand-Marketing über Hardware-, Tarife- und Zielgruppenanalysen, bis hin zu konkreten Vermarktungsmaßnahmen werden alle relevanten Bereiche berücksichtigt.“ Die Frage, ob der mobile Datenmarkt mit den bestehenden Marken voll erschlossen werden kann, beschäftigt die fünfköpfige Jury aus Wirtschaft, Presse und Wissenschaft in ihrer Sitzung. Entsprechend setzt der Siegerbeitrag von Norman Honke aus Mosbach Akzente und stellt die richtigen Fragen. Professor Dr. Jens Böcker, der an der FH Bonn-Rhein-Sieg in Sankt Augustin Betriebswirtschaftslehre und Marketing lehrt, lobt vor allem die kenntnisreiche Marktanalyse im Siegerbeitrag.

Eine ähnliche Zielrichtung verfolgt der zweitplazierte Beitrag von Daniel Krpoun, _dug Shop Soltau. Der Vorschlag skizziert kompromisslose Datentarife und will damit unterschiedliche Nutzergruppen gezielt ansprechen. „Eine gelungene Antwort auf die Forderung vieler Kunden nach Klarheit und Transparenz im Markt“, kommentiert Chefredakteur Roland Bernhard vom Fachblatt Telecom Handel den Vorschlag aus Soltau. Einstimmig wählt das Gremium Krpouns Konzept auf Rang zwei. Dem Händler winkt damit ein Preisgeld von 8.000 Euro.

Dem technischen Laien den Nutzwert eines anspruchsvollen Produkts zu vermitteln, ist eine der Herausforderungen im Mobilfunkgeschäft. Promotor Boris Hoppen aus Bremen holt daher mit seinem drittplazierten Beitrag den Kunden in seinem Alltag ab. Er schlägt vor, mobile Datendienste über ein mobiles Online-Lotto bekannt zu machen. Die Promotion-Idee überzeugte vor allem wegen ihrer Einfachheit und der vielseitigen Umsetzungsmöglichkeiten. „Boris Hoppen vermittelt den Nutzen ohne jedes Technikvokabular“, betont Juror Frank Bösenkötter, Vice President Akquisitionsmarketing der debitel Gruppe. „So präsentiert der Beitrag einen klaren, zielgruppenadäquaten Ansatz.“ Hoppen erhält ein Preisgeld von 6.000 Euro.

Weitere 5.000 Euro als Sonderpreis erhält Klaus Wüster aus Pähl am Ammersee für seine ungewöhnliche Produktidee: Das von ihm skizzierte mobile Ortungssystem leuchtet dem Kunden unmittelbar ein. Der Beitrag zeigt, welchen Zusatznutzen der Faktor Mobilität zu einem bekannten Internetdienst addiert. Für Jury-Mitglied Oliver Steil, Vorsitzender des Vorstands der debitel AG, machen fast alle eingereichten Beiträge deutlich, dass die mobile Internetnutzung jetzt im Consumergeschäft angekommen ist. „Die kreativen Ideen seitens der Fachhändler zeigen, dass der Markt reif ist,“ sagt Steil. „Mobile Web ist eine Riesenchance für den Handel: Hier sind Beratungskompetenz, Kundennähe und die richtigen Produkte entscheidend. Der Handel kann so den Discounter-Angeboten einen klaren Mehrwert entgegensetzen.“ Erfahrungen vom Point of Sale, da sind sich die fünf Jurymitglieder einig, sind die beste Grundlage, um kundengerechte Produkte und Tarife zu entwickeln.

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